DAS SCHWEIZER E-BIKE-MAGAZIN

Test: Transalpes E3 Enduro

Schweizer Kletterkünstler

Der Schweizer Motorenbauer Maxon präsentiert mit dem flüsterleisen und bei Bedarf sehr kräftigen Bikedrive Air S einen E-Bike-Antrieb, der sich als echte Alternative zu den Etablierten anbietet. Er beflügelte das Transalpes E3 Enduro und seinen Fahrer.

Starker Eindruck, natürliches Fahrgefühl: Der neue Bikedrive Air S im Transalpes E3 Enduro überzeugt beim E-Bike-Test.
Starker Eindruck, natürliches Fahrgefühl: Der neue Bikedrive Air S im Transalpes E3 Enduro überzeugt beim E-Bike-Test.

Seit der Einführung des Dji Avinox E-Bike-Motors am Dji-eigenen E-MTB Amflow ist ein Beben durch die Branche gegangen. Dass ein Branchenfremder bezüglich Leistung, Haptik und Bedienkonzept gleich alle Etablierten überflügelt, war bisher eher die Ausnahme. Über Nacht haben etliche Motorenhersteller entweder Updates veröffentlicht, die ihren Antrieben mehr Leistung verleihen, oder gleich ganz neue Motoren präsentiert, die mehr Bums haben. Zu Letzteren gehört der Schweizer Hersteller Maxon aus Sachseln, der seinem Bikedrive Air ein komplett neues Innenleben spendierte, die Kinderkrankheiten eliminierte und es mit dem Kürzel «S» versah. Da klackert nun nichts mehr. Das Gewicht schwand auf 1,9 Kilo, Spitzenleistung (620 Watt) und Drehmoment (90 Nm) liegen im Mittel der Konkurrenz. 

Wir hatten bereits die Gelegenheit, ein Transalpes mit der vorfinalen Motorvariante zu fahren. Will heissen: Die Hardware ist bereits final, die Software aber noch nicht. Im Test äusserte sich das nicht weiter negativ. Das System lief stabil und überraschte mit leisem Lauf, sattem Drehmoment und starker Spitzenleistung. «Mit dem Maxon Bikedrive Air S-Motor sind E-MTBs mit 15,5 Kilo Gesamtgewicht möglich», versprechen die Hersteller. Transalpes legte beim Test-E3 Enduro den Fokus aber nicht auf ultimativen Leichtbau, sondern – wie es die Bezeichnung verrät – auf maximalen Trailspass. Das ist den Machern aus Baar bei Zug sehr gut gelungen. Das Transalpes präsentiert sich in Enduro-Abstimmung mit wuchtiger RockShox ZEB-Federgabel (38 mm Standrohre!) und 170 mm Federweg. Das Hinterrad hält ein Rockshox Vivid Ultimate-Dämpfer unter Kontrolle. Gabel und Dämpfer alleine wiegen schon fast drei Kilogramm. Dazu kommen Plus-Bereifte Hoops Carbon-Felgen, eingespeicht um edle DT Swiss-Naben, auf denen vorne und hinten voll abfahrtstaugliche Onza Aquila im Format 29x2,5 Zoll aufgezogen sind. Dennoch bleibt das Transalpes mit 19,5 Kilo inklusive Pedalen deutlich unter der magischen 20-Kilo-Marke.

Mitverantwortlich dafür dürfte der nur 400 Wh grosse Akku im schlanken Unterrohr sein. Er kann mit einem 1,5 Kilo schweren Range-Extender um 250 Wh aufgepeppt werden. Der eher flache Sitzwinkel von 70 Grad steht einem Lenkwinkel von 62 Grad gegenüber, 127 cm Radstand treffen auf 42 cm kurze Kettenstreben. Das steht für solide Abfahrtstauglichkeit – aber eben nicht nur. Das Transalpes kletterte auch leidlich gut. Fahrer Moritz, trotz seines jungen Alters von erst 16 Jahren bereits mehrmaliger Sieger der Eiger Bike Challenge, bereitete es diebische Freude, mit dem Transalpes selbst steilste Rampen hochzudrücken. Zuerst 26 Prozent, dann 32 und mit Anlauf schliesslich etwa 80 Prozent, was knapp 40 Grad Steilheit entspricht! 

Der Maxon Bikedrive S war dabei eine wichtige Hilfe wie auch das nicht allzu schwere E-Bike und natürlich die griffigen Reifen. Beim Fahren mit dem Transalpes, das individuell nach Kundenwunsch aufgebaut wird, spürt man das grosse Know-how, das in diesem Bike steckt, um auf jedem Terrain ein gutes Fahrgefühl zu vermitteln.

Der komplette Testbericht ist in der Ausgabe 2/25 im Magazin easybiken zu lesen.

Text und Fotos: Martin Platter
aus: easybiken, Heft Nr. 2/2025

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